„Gott hat die Fürbitte angeordnet, um seinen Geschöpfen die Würde der Ursächlichkeit zu verleihen“. Ein so schöner Satz von Blaise Pascal in einer gnadenlos entzauberten Welt,
eine Verlockung zugleich, die Sehnsucht der globalen Respektlosigkeit nicht zu opfern.
Liegt sie schon in Fetzen nach ihrem Seelenentgleiten, das unbemerkt geschah,
unter dem Müll am Meeresgrund, ihren Verlust aber offen kündend
in Gesichtern und Mienenspielen all jener Schauspieler und Schauspielerinnen,
die eigentlich ganz andere Berufe haben und deren Berufung einmal eine zur Liebe war?
Jetzt sind wir alle Player im Team der Dunkeldrifter einer minimalen wie maximalen Drahtzieherei und des Gaukelspiels eines „sterbensöden Materialismus“ (Luise Rinser),
einer immerwährenden Hetzkampagne des Konsumzwangs, in die wir uns ungefragt eingeordnet, aber das Leben, das reine, geliebte Leben aus den Augen verloren haben.

August – zum Schauen erwachen, die Sonne sehen
und all die Gebete hinter den Dingen leuchten.
Und nun wie Wilhelm Genazino „vom Umhergehen und Schauen und Transformieren
reichlich Gebrauch“ machen.
Neu Maß nehmen aneinander für das Sein, das Weltsein, das singende Weltsein,
das ja in einem jeden Wesen Wache hält und wartet
und ruft aus allen Mündern und Landschaften.
Religiös bescheiden werden, immer weniger sagen, immer mehr hören,
wie Tillich wusste, dass das „Zuhören die erste Pflicht der Liebe“ sei.
Und an den Beter Jesus glauben, der auf ewig Klarheit in die Verhältnisse brachte
und den Sagern seiner Zeit den Ort des Unverstandeseins wies.
So deutlich beten für die Not und die Freude meines nächsten und meines fernsten Menschen. Den Kreislauf der falschen Ursachen durchbrechen,
in lebendiger Sehnsucht mein und dein Leben transformieren.
Die „Würde der Ursächlichkeit“ froh entfalten.